Haus Bürgel in Monheim am Rhein: Zwei Denkmäler in der Nähe

Zwei Denkmäler nahe Haus Bürgel

Nahe dem Bau- und Bodendenkmal Haus Bürgel befinden sich zwei weitere historische Objekte: das Denkmal für den 1908 erschossenen Förster Clemens Kleinn und ein rund 300 Jahre altes Wegekreuz.

Denkmal für den erschossenen Förster

Foto: Denkmal für den 1908 erschossenen Förster im Wald bei Haus Bürgel, Aufnahme von 1988Etwas versteckt steht im Wald westlich von Haus Bürgel ein Gedenkstein, der an den Gräflich Nesselrodeschen Förster Clemens Kleinn erinnert. Er wurde am 27. Dezember 1908 von einem Wilderer erschossen. Der Stein trägt die Inschrift:

„Der Sünder lauert dem Gerechten auf und trachtet ihn zu töten. Jedoch der Herr erbarmet sich und ist ihm gnädig im Gericht. Psalm 37 (Vers 32 + 33)“.

Kleinn, seit 24 Jahren im Dienst des Grafen Nesselrode, war 48 Jahre alt. Der Gedenkstein markiert den Ort der Bluttat; das Grab des Försters befindet sich auf dem katholischen Friedhof in Monheim. Als Täter wurde ein Baumberger ermittelt, der sich während der Voruntersuchung in der Haft erhängte.

In den Fall waren drei weitere Männer verwickelt. Zwei von ihnen verurteilte die Düsseldorfer Strafkammer zu Gefängnisstrafen, der dritte wurde freigesprochen. Über den Prozess brachte die „Düsseldorfer Gerichts-Zeitung und rheinische Criminalzeitung“ in ihrer Ausgabe vom 24. April 1909 einen ausführlichen Bericht.

Das Bürgeler Wegekreuz

Foto: Wegekreuz bei Haus Bürgel, Aufnahme von 1988Das an der Bushaltestelle „Haus Bürgel“ am Urdenbacher Weg Richtung Düsseldorf stehende Wegekreuz stammt aus dem Jahr 1706 und ist damit das wohl älteste noch erhaltene im Stadtgebiet von Monheim am Rhein. Sein ursprüngliches Aussehen hat das Kreuz durch mehrmalige Restaurierung (zuletzt 1983) eingebüßt. Der ausgearbeitete Christuskörper und die Inschrift INRI (Jesus Nazarenus Rex Judaeorum) sind nicht mehr sichtbar.