Außenpfad des Römischen Museums Haus Bürgel in Monheim am Rhein

Außenpfad

Der 2006 fertiggestellte Außenpfad folgt den archäologischen Befunden und führt die Besucher an den ehemaligen Kastellmauern mit römischer Bausubstanz entlang, wobei Pflasterungen die Position mehrerer Türme und des einstigen Osttores hervorheben.

An zahlreichen Stationen wird die römische Militärfestung erläutert, zusätzliche Beschriftungen kennzeichnen römische und mittelalterliche Befunde. Neben den Mauergrundrissen ist auch die Lage des römischen Friedhofs, von dem zahlreiche der Exponate stammen, im Gelände durch Platten gekennzeichnet sowie eine Getreidedarre. Darin wurden Getreide und andere Feldfrüchte getrocknet, um sie besser haltbar zu machen.

Historischer Nutzgarten

Gleich neben dem Verlauf der alten Kastellmauern hat die Biologische Station mehrere Hochbeete angelegt, in denen Gemüse- und Kräuterpflanzen wachsen, mit denen die Germanen, Römer und spätere Epochen ihre Speisen kochten und würzten. Der Nutzgarten dokumentiert die wechselnden Speise- und Ernährungsgewohnheiten über die 2000-jährige Geschichte von Haus Bürgel hinweg.

Südwest-Raum

Der archäologische Außenpfad mündet in der Südwest-Ecke in einen zweiteiligen Raum, der im November 2009 eröffnet wurde. Beherrscht wird der Südwest-Raum von großen Partien römischen Mauerwerks aus dem vierten Jahrhundert.

Die sorgfältig restaurierten Relikte geben einen deutlichen Eindruck von der Massivität der Befestigungsanlagen. Nachgebildet wurde ein Teil der Verblendung aus Tuffstein, die heute nicht mehr vorhanden ist. Zudem können sich die Besucher über teils neue Erkenntnisse zur Entstehungsgeschichte, Bautechnik und Versorgung des Kastells informieren.

Ausgestellt werden auch die Abgüsse zweier Weihesteine. Der eine wurde von einem Offizier des Kastells Dormagen gestiftet und in Bürgel als Baumaterial wiederverwendet. Den anderen Weihestein widmete ein Bärenfänger der Jagdgöttin Diana. Zur Römerzeit lebten auch rund um Haus Bürgel noch Bären.