Kinder im Museum
Eine Wanderung nach Haus Bürgel machte im März 2010 die Delfin-Klasse (4 a) der Alexander-von-Humboldt-Schule. Begleitet wurde sie vom ehemaligen Leiter ihrer Schule, Bruno Benzrath. Er ist seit vielen Jahren ehrenamtlich im Römischen Museum tätig und Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft Urdenbacher Kämpe – Haus Bürgel. Darüber, was sie im Museum hörten und sahen, haben einige der Kinder Zeitungsberichte geschrieben. Auszüge:
Einzigartige Denkmäler
Die Kinder sahen ein schönes kleines nachgebautes Gebäude. Dann erklärte Herr Benzrath, dass Haus Bürgel früher ein kleiner Römerstamm war. Herr Benzrath erklärte auch, dass die Mauern aus Stein gemacht worden sind und im Inneren der Mauern zum Beispiel Kieselsteine waren. An manchen Stellen der Mauern sind rote Steine, die dafür sorgen, dass die Mauern gerade bleiben.
Er zeigte den Schülern das Geld, mit dem die Römer früher gehandelt hatten. Sie sahen auch einen nachgebauten Römer mit Kettenhemd, Schutzschild und Helm. Die Archäologen probieren heute noch einzigartige Denkmäler zusammenzukleben. Die beiden wertvollsten Überreste in Haus Bürgel sind ein Weinsieb und ein Bierkrug.
Wie eingekastelt
Die Kinder erfuhren, dass die Römer, wenn sie starben und älter als vier Jahre alt waren, verbrannt wurden, wenn nicht, dann wurden sie einfach so in ein Grab gelegt. Die Kinder erfuhren außerdem, dass andere Menschen Sachen wie Teller, einen Krug, Messer und Gabel mit in das Grab der Verstorbenen legten. Weil sie den Glauben hatten, dass die Menschen wieder auferstehen.
Im Keller sah die Klasse viele alte Gemäuer, die Gemäuer bestanden aus Kies, Steinen, Zement und Sand und waren ca. 2000 Jahre alt. Nur rechts und links und unten waren Seine. Es war quasi wie eingekastelt.
Milch in der Mauer
Herr Benzrath zeigte auf einer Tafel, wo der Rhein sich ein neues Bett gegraben hat. Er zeigte den Kindern auch alte Knochen, die man bei Ausgrabungen fand. Die Menschen über drei Jahren hat man verbrannt. Die Kinder unter drei Jahren hat man als ganze Leichen ins Grab getan.
Die Römer haben Krüge aus anderen Teilen des Römischen Reiches bekommen. Teile von diesen Krügen hat man dann hier gefunden. Die Scherbe, die am meisten gereist ist, kam aus Israel. Die Kinder sahen auch noch einen Römer samt Ausrüstung. Die Mauern des alten Kastells waen sehr stabil. Sie bestanden aus Steinen, die man von Koblenz nach Monheim mit dem Schiff gebracht hat. Zwischen den Wänden war so was ähnliches wie Zement. Es bestand aus allen möglichen Zutaten (Kalk, Kieselsteine, Wasser). Manche sagen sogar, es wurde da rein gepinkelt oder es war Milch in der Mauer.
Auf einem Modell konnte man eine Badeanstalt sehen. In der Badeanstalt wurde ein Jahresgehalt eines Römers gefunden. Ein Römer hatte wohl Angst, dass sein Geld bei einem Angriff der Germanen geklaut wird.
Großer Bauernhof
Man sagt, dass dort die Römer lebten. Inzwischen ist das Haus Bürgel so etwas wie ein großer Bauernhof, trotzdem sind in den Räumen kleine Museums eingerichtet. Besonders gut fand die Truppe den Römischen Keller. Dort gab es ein Schwimmbad.
Spannende Räume
Die Kinder erlebten sehr viel spannendes, z. B. wie die Römer dort lebten, die Rüstung und etwas über die alten Wände. Haus Bürgel war früher sowas wie ein Schloss, doch jetzt ist es ein Museum mit vielen spannenden Räumen. Die Klasse hat auch erfahren, dass manche Steine oder Wände über 2000 Jahre alt sind.
Rüstungen, Skelette, Vasen, Münzen
Sie gingen erstmal zu einem Modell. Dort sahen die Kinder, wie die Mauern früher gebaut wurden. Rechts und links befanden sich Bausteine und zwischen den Bausteinen war noch ein anderes Zeug, das bestand aus Zement und noch vielem mehr, z. B.die einen sagten „da war noch Milch drin“, die anderen sagten „Pipi“. Das weiß man nicht so genau!
Sie gingen dannoch in sehr schönes Museum. Dort konnte man auch etwas lernen. Die Kinder sahen Rüstungen, Skelette, Vasen, Münzen und noch vieles mehr. Wir wollen ja nicht nicht zu viel verraten.
Auf einer Insel
Früher, so erfuhren die Kinder, stand Haus Bürgel linksrheinisch. Heute, wenn der Rhein Hochwasser hat, steht Haus Bürgel auf einer Insel und die Bewohner müssen mit Booten an das „Festland“ zu Monheim-Baumberg fahren, um Lebensmitel einzukaufen oder vielleicht bei Krankheit auch den Hausarzt besuchen zu können.
Was schönes gelernt
Herr Benzrath hat uns über Römer was erzählt. Wir sind in den Keller sogar gegangen. Alle haben was schönes gelernt.